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Presseartikel
Ausbildungsverbund bietet neue Chancen

Neue Wege bei der dualen Berufsausbildung junger Menschen beschreiten jetzt ein Ausbildungsverbund örtlicher Unternehmen und das Waldkircher Berufsschulzentrum. Die Elztäler Ausbildungsbetriebe Sick AG, August Faller KG, Gütermann AG, Hummel Group, Stadtwerke GmbH, Wabe gGmbH sowie der Arbeitgeberverband Gesamtmetall in Freiburg geben seit 3. September drei jungen Frauen die Möglichkeit einer regulären Ausbildung zur Bürokauffrau. Die Organisation der betrieblichen Ausbildungsabläufe hat die Wabe gGmbH übernommen, während die theoretischen Inhalte in der entsprechenden Fachklasse am Waldkircher Berufsschulzentrum vermittelt werden.

Geboren wurde die Idee dieses völlig neuartigen Verbundmodells im Wabe-Verein, der vom Waldkircher Bürgermeister Richard Leibinger als 1. Vorsitzenden geleitet wird und in dem als Vorstandsmitglieder unter Anderen Dr. Herbert Jochum, Geschäftsführer der August Faller KG, Hans Farina, Ausbildungsleiter der Sick AG, und Helmut Kleinböck, Leiter des Waldkircher Berufsschulzentrums mitarbeiten. Wiederholt war die regionale Ausbildungssituation analysiert und ein hoher Nachfrageüberhang für Büroausbildungsplätze insbesondere für Mädchen und junge Frauen festgestellt worden. Nachdem sich auf Initiative des Wabe e.V. die künftigen Verbundpartner schnell über die Organisation und die Aufgabenteilung bei den betrieblichen Ausbildungsinhalten geeinigt hatten, übernahmen die August Faller KG und die Sick AG spontan die Finanzierung der Ausbildungsvergütungen für zwei duale Ausbildungsplätze und die Arbeitsagentur mit der WABE für einen Umschulungsplatz.

Im Juli wurden zur Besetzung der neuen Ausbildungsplätze K. Nothstein (Denzlingen), K. Wilfert (Reute) und U. Del Prete (Waldkirch) unter 50 Bewerberinnen und Bewerbern ausgewählt. Während ihrer Ausbildungszeit werden ihnen von den Verbundpartnern die in der bundeseinheitlichen Ausbildungsordnung für Bürokaufleute vorgeschriebnen praktischen Inhalte vermittelt, wobei sie im sechsmonatigen Rhythmus die Betriebe wechseln. Daneben besuchen sie wöchentlich die Berufsschulklasse in Waldkirch zum Theorieunterricht. Vor der IHK Südlicher Oberrhein wird die reguläre Zwischen- sowie die Abschlussprüfung abgelegt. Die ersten Ausbildungstage erlebten die jungen Damen auf dem Ibichhof in Simonswald, wo sie zusammen mit den neuen Sick-Auszubildenden ein erlebnispädagogisches Seminar durchliefen.

Als ein "richtungsweisendes Zukunftsmodell in der dualen Berufsausbildung" bezeichnen Dr. Herbert Jochum, August Faller KG, sowie Vorstand Markus Vatter und Personalleiter Rudolf Kast, beide Sick AG, den neuen Ausbildungsverbund. Damit könne das deutsche Erfolgsmodell der dualen Berufsausbildung auf viele weitere Schultern verteilt und zusätzliche Ausbildungsplätze gefunden werden, lobt auch Landrat Hanno Hurth, der am Landratsamt einen "Runden Tisch Ausbildung" ins Leben gerufen hat. "Für uns ist der Verbund eine tolle Sache, denn wir lernen ja eine Reihe namhafter Betriebe von innen kennen und haben gleich mehrere Eisen im Feuer, wenn es später um die Übernahme in ein Arbeitsverhältnis geht", bewertet Katharina Nothstein ihren neuen Ausbildungsplatz.

Bild Frank Dehring: Kim Wilfert, Katharina Nothstein und Ursula Del Prete (v.l.)

V.i.S.d.P.: Armin Welteroth, Waldkirch, tel 07681-8386;
Helmut Kleinböck, Waldkirch, tel 07681-479320

Waldkirch, September 2007


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